Wandel

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Wandel

Beitrag von Teleri am Sa Feb 06, 2010 12:41 pm

Dunkle lange Krallen und
Monster, die mich quälen.
Nacht für Nacht habe ich
Angst einzuschlafen,
weil mir die Hoffnung fehlt.

Jahr um Jahr vergehen Nächte,
in denen ich einsam im Bett
liege und keine Liebe fühle,
sondern nur die Kälte in
meinen eisigen Träumen.

Der Wahnsinn holt mich ein,
vertrocknet meine Seele,
wie eine nicht gegossene
Blume, die nun welkt und
nicht zu retten ist.

Die Zeit vergeht und ich
habe mich schon beinahe
aufgegeben, in meinem Leid,
doch, da wandelt sich der
Alptraum in helles, fast schon
gleißendes, warmes Licht.

Du trittst in mein Leben,
entreißt mich der Dunkelheit,
ziehst mich in deine Arme,
tröstest mich, und sagst, dass
alles gut werden wird, denn
du glaubst an mich.

Wie ein Engel mit Schwert,
trittst du der Feindseligkeit
erbarmungslos entgegen.
Nutzt das Schwert um die
Schatten zu zerschmettern.
Du bist das, was ich brauchte
- Die Hoffnung-

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Re: Wandel

Beitrag von mcberry am Mi Feb 17, 2010 3:58 pm

Hallo Teleri,

was für ein schönes langes Gedicht in so natürlicher Sprache, daß es auch ein Prosatext sein könnte. Darf ich auf ein paar Kleinigkeiten eingehen?

Die 1.Strophe nennt Monster mit Krallen, also wäre es konsequent, daß der Engel, als er zuletzt erscheint, diesen Quälgeistern entgegentritt statt einer nicht weiter personifizierten Feindseligkeit. - Schatten können nicht zerschmettert werden. - Natürlich ist Hoffnung immateriell, aber wenn wir Metaphern einsetzen, ist es stimmig, auch in diesem Bilde zu bleiben.

In diesem Sinne könnte Wahnsinn, der nicht die natürliche Folge von Alpträumen sein muß, mit Gewinn ersetzt werden durch Einsamkeit oder Bitterkeit.

Dein Text hat mir im Thema und vom Ansatz her gefallen. Liebe Grüße mcberry

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Re: Wandel

Beitrag von Teleri am Mi Feb 17, 2010 5:01 pm

hmm man könnte tatsächlich darüber nachdenken.
Aber ich hatte irgendwie keine Kontrolle darüber, was ich bei dem Gedicht geschrieben habe. Mein Engel tritt aber der Feindseligkeit gegenüber, es ist auch nicht eine Feindseligkeit sondern die Feindseligkeit - sie ist also schon personifiziert ... man kann da jetzt wirklich lange drüber diskutieren ^^

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